Wo liegt der Unterschied zwischen Combatives Krav Maga und Cross Combat?

In der Selfdefensebox Cologne in Köln wird Combatives Krav Maga als Selbstverteidigungssystem und Cross Combat als Kampfsport angeboten. Aber wo liegen dort die genauen Unterschiede bzw. warum wird überhaupt dazwischen unterschieden?

Im Combatives Krav Maga sollen Menschen recht schnell effektive Selbstverteidigung erlernen. Damit dies gelingt, haben wir uns dazu entschieden, sämtliche Kampfsportanteile aus unserem Selbstverteidigungstraining herauszunehmen.

Jetzt stellst Du Dir sicherlich die Frage, warum?

Der Unterschied zwischen Selbstverteidigung und Kampfsport besteht ganz klar darin, dass Selbstverteidigung immer asymmetrisch und Kampfsport symmetrisch ist.

Hier findest Du eine grobe Aufstellung zur Unterscheidung:

Kampfsport Selbstverteidigung
feste, vorgeschriebene Regeln soweit keine Regeln
Gewichtsklassen Gegner größer/schwerer/stärker
keine Überraschung Überraschungseffekt
Kampffläche (Ring oder Käfig) kann theoretisch überall passieren
keine Waffen es können Waffen im Spiel sein
es gibt nur einen Kontrahenten es können mehrere Gegner im Spiel sein

Aufgrund dessen beschäftigen wir uns in der Selbstverteidigung nicht mit Kampfsporttechniken, die auf eine symmetrische Konfrontation ausgelegt sind und für die es meist ein jahrelanges Training bedarf. Stattdessen legen wir Schwerpunkte auf das Erkennen von Gefahren, darauf, wie man in einer Krisensituation kommuniziert und – falls es dennoch zu einer körperlichen Konfrontation kommt – darauf, dass man dann Techniken beherrscht, die (potentielle) Asymmetrie ausgleichen und unter Hochstress funktionieren können.

Wie möchte ein Mensch mit z.B. 55 Kilogramm gegen einen 90 Kilo Menschen eine körperliche Konfrontation bestehen, wenn er sich in einer Selbstverteidigungssituation für ein sauberes sportliches Vorgehen entscheidet? Unter sportlichen Bedingungen würden beide allein aufgrund des Gewichtsunterschiedes gar nicht erst gegeneinander antreten dürfen.

Oftmals kommt die Argumentation, durch jahrelanges Training würde man auch entsprechend komplizierte Bewegungsabfolgen unter Stress in einer Selbstverteidigungssituation abrufen können, aber:

Hast Du schon mal gesehen, wenn sich zwei Boxer vor einem offiziellem Wettkampf in der Pressekonferenz oder während des Wiegens in die Haare bekommen? Da stehen zwei Sportler, die teilweise jahrelanges Training intus haben und fangen sich an zu prügeln, wie zwei Kneipenschläger – weite ausgeholte Schwinger, es wird mit Flaschen aufeinander eingeschlagen, etc..
Hier handelt es sich nicht um einen Wettkampf, sondern um eine Situation außerhalb des Ringes, sprich man kann von einer asymmetrischen Situation sprechen: Zwar sind beide gleich schwer, aber es gibt keinen Ring, keine Regeln, es sind Waffen (Flaschen) im Spiel, etc.. Und was machen die Profis? Meist keine sauberen komplizierten Techniken, die sie über Jahre trainiert haben und im Ring abrufen könnten.

Also: Warum sollst Du dann komplizierte Kampfsporttechniken für mögliche Selbstverteidigungssituationen erlernen, wenn selbst Profis diese in „Selbstverteidigungssituationen“ nicht abrufen können? Einer der meisten Gründe lautet: Effizienz versus Kundenbindung. Denn um so mehr Techniken man Dir zeigt, umso länger bleibst Du im Training und bezahlst (Monatsbeiträge sowie Prüfungsgebühren).

Aufgrund der ausgelagerten Kampfssporttechniken, ist unser Combatives Krav Maga so effizient, dass Du in 1 bis maximal 2 Jahren alles gelernt hast.

Da viele unserer Kunden neben der Selbstverteidigung auch Interesse am Kampfsport (aber ohne Verletzungen und dem üblichen Cliente etc.) haben, bieten wir parallel zum Selbstverteidigungstraining zusätzlich Cross Combat an. Somit kannst Du Dich mit realitätsbezogener Selbstverteidigung und mit Kampfsport beschäftigen.

Unser Cross Combat besteht aus vier Bereichen:

1. Striking (Boxen, Kickboxen, Muay Thai)
2. Grappling (Luta Livre, Nogi BJJ)
3. Weapon (der Kampf mit Waffen) in Planung
4. Arts (die Kunst des Kampfes) in Planung

Viele unserer Kunden möchten oder trauen sich nicht mit Kampfsport anzufangen, weil dieser oftmals mit negativen Begleiterscheinungen behaftet ist, sprich ein entsprechendes Publikum, Verletzungen, etc.. Uns geht es darum, dass Du Dich ohne diese Begleiterscheinungen mit Kampfsport in all seinen Facetten auseinandersetzen kannst, denn die Ganzen positiven Begleiterscheinungen durch das Training (fitter & gelenkiger zu werden, eine bessere Koordination zu bekommen, etwas über sich selber zu lernen, etc), sollen Dir nicht verwehrt bleiben.

Du kannst Dich somit in der Selfdefensebox Cologne von Anfang an für Combatives Krav Maga und Cross Combat entscheiden, aber je nach Bedarf erst mit einer Sparte anfangen. Unser Tarifmodell ist extra so aufgebaut, dass auf Deine individuellen Wünsche eingegangen wird.